Nicht lesen. Außer diesen Blog über PictureSafe und Digitalisierung

Nicht lesen. Außer diesen Blog über PictureSafe und Digitalisierung

Na das geht ja gut los: Vor mir liegt ein Zeitungsband und ich darf ihn eigentlich nicht lesen. Allerdings komme ich nicht weit, schon auf der ersten Seite springt mir direkt oben links folgende Meldung ins Auge: „Die Untersuchung des Zwischenfalles von Nancy ist gestern abgeschlossen worden, Staatsrat Ogier ist nach Paris zurückgekehrt. Die Polizei hat jetzt die Programme der Varietés revidiert und u.a. das Zeppelinspottlied verboten.“ Ich bin Simon Schwinge und arbeite als Experte für Digitalisierung bei „PictureSafe Scansolution“ und darf nicht lesen.

Die natürliche Neugier siegt wie so oft, ich fühle mich versetzt in einen Maigret-Roman von Simenon. Und schon stürzen Fragen über Fragen auf mich ein: „Wie geht denn das Zeppelinspottlied? Und was genau passierte im Zuge des Zwischenfalles von Nancy, der hier untersucht werden musste? Und welche Varietés sind hier gemeint? Was sagt Madam Maigret dazu? Und was Lucas?“

Doch auch im Bereich der Digitalisierung ist Zeit Geld und im Sinne unserer Kunden gilt: Zügig fertig werden, Vorgaben einhalten. Sehr sehr irritierend für die meisten Mitarbeiter – denn spannende Inhalte lenken definitiv ab vom ursprünglichen Ziel, dem Kunden hochwertige Digitalisate zur Verfügung zu stellen. Von daher müssen wir sie einfach beherrschen, die Kunst, nicht zu lesen. Übrigens losgelöst von der Frage, wo wir uns gerade befinden, im Boulevard Richard Lenoir in Paris oder in der Seelhorststraße in Hannover.

 

Der neue Business-Blog und was er erreichen soll

Die aktuelle Aufgabe ist ein gutes Beispiel: Geschätzte zehn Kilo vergilbtes Papier im Format A2, gebunden in altes verwittertes Leder. In goldener Fraktur ist auf dem Buchrücken graviert: „Stuttgarter Tagblatt April – Mai 1913“. Unser Job ist es, die gebundenen Ausgaben dieser Vorlage zu digitalisieren.

Wir sind Servicedienstleister und bieten unseren Kunden unter anderem sehr hochwertige Digitalisate an. Und da wir das zu fairen Preisen tun, liegt unser Schwerpunkt definitiv nicht darauf, die zu digitalisierenden Vorlagen auch noch zu lesen. Es sei denn, der Kunde zahlt dafür. Dann wäre das aber ein anderer Arbeitsschritt und hieße Indexat – hier und jetzt geht es wirklich nur um die digitale Erfassung.

Mit unserer neuen Internetseite und diesem Blog möchten wir zukünftig Einblicke in unsere tägliche Arbeit verschaffen, unser Wissen und Arbeitsweise darzustellen, damit unsere Kunden uns vertrauen – vertrauen ihre Vorlagen in die richtigen Hände gelegt zu haben. Unsere Auftraggeber sollen erkennen, dass wir Experten sind, Fachleute und gleichzeitig auch über den Tellerrand gucken können – zeigen damit, dass unsere Arbeit mehr als „Job“ ist.

Berichte über Messebesuche, Symposien und Kongresse werden unsere Leser und (potenziellen) Kunden hier zukünftig finden, über neue Entwicklungen aus dem Bereich der Soft- und Hardware erfahren. Und unsere Arbeitsweisen, -Abläufe und Workflows kennenlernen.

Wir freuen uns natürlich auch über Reaktionen und Nachfragen, denn wir möchten kommunizieren und nicht dozieren. In dem Sinne: Bis bald!